Wie funktioniert eine Blitzuschutzanlage?

Der Blitz stellt einen Stromfluss zwischen Wolke und Erde dar. Schlägt der Blitz z.B. in ein Hausdach ein, so fließt der Strom das letzte Stück vom Dach des Hauses zur Erde über das Gebäude, wobei dazu elektrisch leitende Einbauten wie Wasser- und Heizungsrohre oder die Elektroinstallation bevorzugt herangezogen werden. Auf seinem Weg vom Dach zur Erde richtet der Blitz entsprechende Schäden an – Elektroleitungen werden aus der Wand gerissen und im schlimmsten Fall wird das Haus in Brand gesetzt.

Eine Blitzschutzanlage besteht aus Fangleitungen am Dach, die mit sogenannten Ableitungen mit der Erdung verbunden sind. Der Blitz trifft dann die Fangleitung am Dach und der große Blitzstrom wird über die Ableitungen direkt in die Erde geleitet ohne dabei Schaden am Haus anzurichten.

Eine Blitzschutzanlage verhindert also nicht den Blitzeinschlag in ein Haus, sondern diese bietet den Blitz einen vorgegebenen Weg zur Erde an. Eine solche “äußere” Blitzschutzanlage verhindert nicht, dass bei einem direkten Einschlag Schäden an empfindlichen Elektrogeräten auftreten. Zum Schutz der elektrischen Geräte müssen zusätzlich entsprechende Überspannungsableiter eingebaut werden. Nur eine funktionierende und gewartete Blitzschutzanlage in Verbindung mit Überspannungsableitern in der elektrischen Anlage gibt Ihnen die erforderliche Sicherheit.